Fußbodenheizungen

Die Fußbodenheizung genießt leider landläufig teilweise einen schlechteren Ruf, als sie verdient. Es wird ihr zum Beispiel nachgesagt, daß sie die Ursache für  Krampfadern oder auch für müde Beine sei. Dies resultiert daraus, weil in den Anfangszeiten der Fußbodenheizung vor 20 und mehr Jahren der Verlegeabstand der Rohre im Boden, um Material zu sparen, relativ groß gehalten wurde. Um nun aber trotzdem die nötige Wärmeenergie in den Raum zu bringen, waren höhere Vorlauftemperaturen notwendig. Dies führte wiederum zu partiell hohen Fußbodenoberflächentemperaturen, die natürlich unbestritten störend und unangenehm waren.
Die Technik ist allerdings mittlerweile seit praktisch zwei Jahrzehnten ausgereift. Passende Berechnungsmethoden und entsprechendes Qualitätsmaterial ließen die Fußbodenheizung zu einer modernen und vielverbreiteten Energieeinbringungsform reifen. Von gesundheitlichen Bedenken, außer in extremen Einzelfällen, kann keine Rede mehr sein, und ist es auch nicht mehr.


Fußbodenheizungen bieten folgende Vorteile:

Energieeinsparung durch Niedrigtemperatursystem
kein Stellflächenverlust im Raum durch Heizkörper
angenehmes Wärmeempfinden durch gleichmäßig hohen Strahlungsanteil von unten.
Keine kalten Fußböden, besonders wichtig in Naßräumen
oder im Gangbereich.
Zusammen mit Wandheizung einzige Form, die zur
teilsolaren Raumheizung sinnvoll kombinierbar ist.

Einziges Negativum ist hingegen eine zeitlich verzögerte Reaktion und damit verbunden ein etwas schwierigeres Regelverhalten als zum Beispiel mit
"Schnellen" Heizkörpern. Fußbodenheizungen lassen sich praktisch in jedem Wohraum sinnvoll verlegen. Nicht mehr wegzudenken sind sie sicher aus dem Naßraumbereich, sprich Badezimmer. Wer wünscht sich nicht einen angenehm temperierten Boden, wenn er aus der Dusche steigt.